Landesmuseum Württemberg

Landesmuseum Württemberg


Auch wenn das Landesmuseum Württemberg aufgrund der Corona-Krise derzeit geschlossen ist, steht den Besucher*innen und Besuchern der virtuelle Zugang zum Museum offen.
Ob Blicke hinter die Kulissen, 360°-Rundgänge, interaktive Spiele, eine VR-Reise ins Mittelalter oder der reich bestückte Online-Katalog – zahlreiche digitale Angebote lassen sich von zu Hause aus nutzen.

Das Angebot

Auf der Website des Jungen Schlosses heißt jetzt ein neuer Spielebereich die Fans des Stuttgarter Kindermuseums willkommen. Kinder bis 10 Jahren und ihre Familien finden hier lustigen Lernspielen, Do-it-yourself-Baselvideos, Kochvideos und Animationen. So lässt sich die Langeweile vertreiben.

Auf der Website des Landesmuseums kann man sich von zu Hause aus durch rund 250.000 Jahren Kulturgeschichte der Region Württemberg klicken! Die Sammlung Online bietet einen virtuellen Streifzug durch die Highlights aus allen Sammlungen des Museums. Sie zeigt einen Querschnitt der Bestände und stellt Werke aus den Bereichen Archäologie, Kunst- und Kulturgeschichte sowie Populär- und Alltagskultur vor. Mehr als 30.000 Objekte, die physisch in verschiedenen Ausstellungen präsentiert oder in Depots aufbewahrt werden, können hier zusammen mit Informationen digital aufgerufen werden.

Ein Raumerlebnis der besonderen Art bieten 360° Grad Panoramen von einzelnen Schausammlungen.

Im Jahr 1465 gab das Kloster Lichtenstern einen prächtigen Flügelaltar in Auftrag. Ein 360°-Film entführt in die Entstehungszeit des Kunstwerks. Die virtuelle Reise führt in die Klosterkirche der Nonnen und ins Maleratelier. So wird Kulturgeschichte zum emotionalen Abenteuer. Wer zu Hause eine VR-Brille hat, kann vom Sofa aus wie in einer Zeitmaschine auf die Reise ins Mittelalter gehen.

Haarewaschen, Hausmantel, Hometraining –gerade jetzt, wo wir wegen Corona unsere vier Wände kaum verlassen können, bestimmen „häusliche“ Themen unseren Alltag. Für viele Facetten der aktuellen Situation gibt es spannende oder witzige Anknüpfungspunkte in den kulturgeschichtlichen Sammlungen des Landesmuseums. In Bildern und Kurzfilmen laden Kuratorinnen und Kuratoren ein, ungewohnte und erhellende Blicke auf historische Objekte zu werfen.

Die Corona-Pandemie hat den Alltag der allermeisten Menschen in kürzester Zeit radikal verändert. Wo
das gewohnte soziale Miteinander unmöglich geworden ist, entstehen neue Initiativen und digitale
Plattformen, um sich über die individuelle Situation, über Ängste und Überforderung auszutauschen, aber
auch um Hoffnungen und Ideen zu teilen. In einigen Jahren wird die Welt hoffentlich auf die Corona-Zeit
als eine überwundene Krisenzeit zurückblicken können. Was bleibt an typischen Objekten oder
Dokumenten aus dieser Ausnahmezeit?
Als kulturgeschichtliches Museum möchte das Landesmuseum Württemberg die vielfältigen Zeugnisse
dieser tiefgreifenden Krise in einem digitalen Museum sammeln und allen Interessierten zugänglich
machen. Deshalb hat das Landesmuseum mit der Stuttgarter Kommunikationsagentur Bruce B. ein Projekt
entwickelt, das mit Hilfe der Bevölkerung Zeugnisse der Corona-Krise auf der eigens entwickelten Website
www.lmw-corona-alltag“ sammelt. Das Projekt ging am 6. April an den Start.
Unter www.lmw-corona-alltag.de sind Jung und Alt eingeladen, Bilder oder Videos von Gegenständen
zu schicken, die in der Corona-Krise besonders ins Auge springen oder im persönlichen Alltag
wichtig geworden sind: „Stellen wir uns vor, das Landesmuseum würde in 15 Jahren eine Ausstellung
zum Thema ‚Die Corona-Pandemie in Württemberg 2020‘ machen. Welche Gegenstände sollten wir
ausstellen?“
Es gibt unzählige, teils originelle Beispiele, vom selbst gebastelten Brettspiel in der WG bis zum Besen,
der in einer Bäckerei als Abstandhalter fungiert.
Aus den täglichen Einsendungen wählt das Landesmuseum jeweils ein Objekt aus. Kurator*innen der
Abteilungen Populär- und Alltagskultur, Archäologie sowie Kunst- und Kulturgeschichte betrachten das
„Objekt des Tages“ unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten und nehmen eine kulturgeschichtliche
Einordnung vor. Anschließend sind die Objekte zusammen mit den kuratorischen Erläuterungen auf der
Website www.lmw-corona-alltag.de zu sehen. Ergänzend werden auch die sozialen Medien bedient
(#lmwcorona).
Jede*r Einreichende erhält eine Eintrittskarte zur im Oktober beginnenden Großen Landesausstellung
„Fashion?! Was Mode zu Mode macht“.
Das Landesmuseum Württemberg kooperiert bei dem Projekt mit dem Hamburger coronarchiv
(www.coronarchiv.de), einem freien und offenen Onlineportal, zu dem alle beitragen können. Ziel des von
den Universitäten Bochum, Hamburg und Gießen initiierten Public History Projekts coronarchiv ist die
Sammlung, Archivierung, Kontextualisierung und langfristige Bereitstellung von persönlichen
Erinnerungen und Fundstücken zur „Corona-Krise“.


#zuhauseimmuseum Landesmuseum Württemberg

Besuchen Sie dazu die Webseiten und erleben Sie die wunderbare Vielfalt dieses Museums.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und freuen uns über jeden Daumen hoch!

Landesmuseum Württemberg
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Junges Schloss
Projekt

Hektar großes Areal

von der Familie des fränkischen Gaugrafen Cancor gegründet

als UNESCO Welterbe anerkannt

Geschichte & Bedeutung

Das Lorscher Arzneibuch aus dem Ende des 8. Jahrhunderts ist die älteste erhaltene medizinisch-pharmazeutische Handschrift nachantiker Zeit.

Rund zwanzig Herrscherbesuche werden für Lorsch vor 1090 gezählt, 1052 sogar die Visite eines Papstes, Papst Leos IX., der in der Nazariusbasilika, und zwar in der an sie anstoßenden Gruftkapelle der ostfränkischen Karolinger, einen Altar weihte.