LWL-Römermuseum Haltern

LWL-Römermuseum Haltern

© LWL-Römermuseum


Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Das Team des LWL-Römermuseums möchte Ihnen daher informativ, aber auch humorvoll und experimentell das Leben der Römer vor gut 2.000 Jahren virtuell näherbringen. Dafür haben wir drei unterschiedliche Programme für verschiedene Altersklassen vorbereitet.

Für jede/n „virtuellen“ Besucher/in ist etwas dabei: Vorträge von dem bekannten Grafiker David Macaulay oder dem Archäologe Dr. Boris Burandt, ein virtueller 360 Grad Rundgang durch die Ausstellung und über das Außengelände des Museums und natürlich die zwei Filmreihen „Römer allein zu Haus“ und „Kalle in Quarantäne“.

 

 

Das Angebot

Im 3D-Rundgang können Sie durch das Westtor schreiten und sich die Exponate der Dauerausstellung von allen Seiten in Ruhe anschauen. 

Unter dem Titel „Römer allein zu Haus“ laufen virtuelle Führungen der besonderen Art. Jetzt, wo das Museum verwaist ist, nehmen es wieder die einstigen Bewohner*innnen und Anwohner*innen in Besitz und wundern sich doch über so manche Merkwürdigkeiten. Der Legionär M. Crassus Fenestela ist auf der Suche nach seiner Einheit, die Schankwirtin Cynthia vermisst die Gäste ihrer Taberna, die Germanin Ganna schleicht sich ins Römerlager und die Ärztin Julia Sabina Medica bietet ihre Hilfe im Lazarett an. Im Hintergrund immer mit dabei: Hausmeister Kevin. Auch er staunt nicht schlecht über die unerwarteten Besucher*innen.

Spiel- und Bastelprogramme für Kinder von 5 bis 10 Jahren bietet „Kalle in Quarantäne“. Der Museumsmaulwurf Kalle muss aus seinem geliebten Heim, einem römischen Eimer im LWL-Römermuseum, ausziehen. Er muss in Quarantäne und landet bei der Museumspädagogin Jannike und ihren beiden Kindern. Aus seinem Museum ist er es aber gewohnt, wie die römischen Kinder zu spielen und zu basteln und wie das geht, zeigt er zusammen mit Prima und Secunda, so heißen nämlich Jannikes Töchter.

Schauen Sie sich Vorträge von dem bekannten Grafiker David Macaulay oder dem Archäologe Dr. Boris Burandt an.

Doch wie kam das LWL-Römermuseum eigentlich auf die Ideen für die Filmreihen? Alles begann mit der Schließung des Museums aufgrund der aktuellen Corona-Virus-Lage. Die Stille im Museum führte dazu, dass sich die Mitarbeiter des Hauses einsam und alleine zu fühlen begannen. Alles wirkte wie im Film „Kevin allein zu Haus“ aus dem Jahr 1991. Der einzige Unterschied: Hier im Museum mussten keine bösen Verbrecher abgewehrt werden. Dennoch fragten wir uns – was würden unsere Römer machen, wenn Sie hier plötzlich nahezu alleine im Museum wären – das war die Geburtsstunde unseres Programms „Römer allein zu Haus“. Und sofort war klar, natürlich darf auch der Namenspatron des Originalfilms „Kevin“ nicht fehlen, weshalb er immer in Form des fleißigen Hausmeisters dabei ist.

Auch ein weiteres wichtiges Teammitglied, der Museumsmaulwurf Kalle, fühlte sich einsam, denn er konnte nicht mehr wie sonst mit Kindern das Museum erkunden. So wurde beschlossen, ihn mit der Museumspädagogin Jannike und ihrer Familie in Quarantäne zu schicken. Kalle fühlt sich dort sichtlich wohl und zeigt Kindern zwischen 5 und 10 Jahren römische Spiel- und Bastelangebote, die auch von zu Hause nachgemacht werden können.


© LWL/J. Mühlenbrock

#zuhauseimmuseum LWL-Römermuseum Haltern

Besuchen Sie dazu die Webseiten und erleben Sie die wunderbare Vielfalt dieses Museums.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und freuen uns über jeden Daumen hoch!

LWL-Römermuseum Haltern
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Hektar großes Areal

von der Familie des fränkischen Gaugrafen Cancor gegründet

als UNESCO Welterbe anerkannt

Geschichte & Bedeutung

Haltern ist einer der am besten erforschten Militärstützpunkte aus der Zeit des Kaisers Augustus. Am Ufer des Flusses Lippe befand sich vor 2.000 Jahren die Schaltzentrale der römischen Macht im rechtsrheinischen Germanien. Bis zu 5.000 römische Soldaten lebten hier im sogenannten Hauptlager, das vermutlich des Namen Aliso trug. Hier war eine der berühmtesten Legionen der römischen Geschichte stationiert: die legio XIX, eine der drei Legionen, die im Jahr 9 n. Chr. in der Varusschlacht untergehen sollte.

Heute befindet sich exakt an dieser Stelle das LWL-Römermuseum. Über 1.200 Original-Exponate zeugen von der hochentwickelten Kultur und Technik der Römer: von ihrer enormen Bauleistung und Logistik, ihrer handwerklichen Kunstfertigkeit und dem römischen Alltag fern der Heimat. Hinter dem Museum kann man mit eigenen Augen sehen, wie gigantisch Römerlager gewirkt haben müssen. Denn am originalen Platz wurde eine imposante Toranlage des einstigen Militärlagers rekonstruiert. Das Museum sowie das Außengelände sind barrierefrei.

© Römer-Lippe-Route/D. Stratmann