Martin von Wagner-Museum Würzburg

Martin von Wagner-Museum Würzburg

Foto: Robert Emmerich, 2006


Seit dem 12. Mai hat das Museum wieder geöffnet und geht mit der aktuellen Sonderausstellung “MUS-IC-ON! – Klang der Antike” sogar in die Verlängerung bis zum 4. Oktober. Zudem ist auch die Dauerausstellung der Gemäldegalerie wieder zu besichtigen.

Online hat das Museum ebenso vielfältige Angebote in petto! Auf Facebook, Youtube und Instagram lassen sich wechselnde Beiträge unserer Studierenden verfolgen.

Freunde der ‘Kleinstkunst’ kommen unter www.nomisma.museum.uni-wuerzburg.de auf ihre Kosten: alle antiken Münzen in groß, mit beiderlei Ansicht und den wichtigsten Daten, auch zum Download.

Das Angebot

MUS-IC-ON! – Musik mit allen Sinnen erfahren

Die Sonderausstellung MUS-IC-ON! in der Antikensammlung des Martin von Wagner-Museums erweckt die Klänge und Musikwelten antiker Kulturen zu neuem Leben. Durch die Ausstellung auch spielbarer Nachbauten antiker Musikinstrumente aus Ägypten, dem Vorderen Orient, Griechenland und Rom, kann der Besucher selbst den Klang der Instrumente erzeugen und erfahren.

Sie können sich bei einem audiovisuellen, digitalen Rundgang auf die Spuren der antiken Klänge begeben.

Weitere Informationen erfahren Sie entweder über einzelne Highlights oder den Begleitband, den Sie als Printausgabe bestellen oder als pdf ansehen können.

Musik hören können Sie entweder direkt auf der Homepage oder auf unserem Youtube-Kanal.


#zuhauseimmuseum Martin von Wagner-Museum Würzburg

Besuchen Sie dazu die Webseiten und erleben Sie die wunderbare Vielfalt dieses Museums.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und freuen uns über jeden Daumen hoch!

Martin von Wagner-Museum Würzburg
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Hektar großes Areal

von der Familie des fränkischen Gaugrafen Cancor gegründet

als UNESCO Welterbe anerkannt

Geschichte & Bedeutung

Das Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg, bestehend aus Antikensammlung, Gemäldegalerie und Graphischer Sammlung, vereint Kunstschätze aus über fünf Jahrtausenden von den Anfängen der ägyptischen Hochkultur bis in die Gegenwart Mitteleuropas. Wesentlich bereichert durch den Nachlass seines Namensgebers, des Künstlers, Kunstagenten und Deutschrömers Martin (von) Wagner, ist aus dem vormaligen “Ästhetischen Attribut” binnen rund 200 Jahren eines der größten Universitätsmuseen Europas erwachsen.

Die Antikensammlung ist vor allem berühmt für ihren reichen Bestand an griechischen Vasen. Daneben umfasst sie vorwiegend Kleinkunst der alten Mittelmeerkulturen von Italien bis in den Vorderen Orient und nach Ägypten. In der Gemäldegalerie bilden Werke des italienischen Barock, des ‘Goldenen Zeitalters’ der Niederländer sowie der deutschen Malerei des 19. Jhs. wesentliche Schwerpunkte. Herausragend sind ferner Skulpturen von Tilman Riemenschneider und der deutschen Spätrenaissance.

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Musik ist ein wichtiger Bestandteil menschlichen Daseins, deren Funktionen weit über den Bereich der reinen Unterhaltung hinausreichen. Besonders in den antiken Kulturen kam ihr in vielfältiger Weise eine herausragende Rolle zu. Als ein akustisches Medium, das von allen Teilen der Bevölkerung verstanden wird, ob Mann oder Frau, ob jung oder alt, stellte Musik seit jeher ein umfassendes Mittel der Kommunikation dar. So begleiteten musikalische Klänge alle Stationen und Bereiche des Lebens, vom sakralen Opfer bis hin zum unterhaltsamen Spiel und Tanz im Theater. Wie haben diese antiken Musikwelten geklungen? Welche Melodien, Rhythmen und welche Instrumente wurden jeweils zu ihrer Erzeugung verwendet? In welchen Kontexten wurde welche Art von Musik eingesetzt?


 

Funde prähistorischer Flöten in den Höhlen der Schwäbischen Alb belegen eindrucksvoll, dass Musik bereits in der Altsteinzeit fester Bestandteil des menschlichen Lebens war. Doch warum machen Menschen Musik? Was geschieht im Gehirn? Und welche soziale Funktion erfüllt Musik für eine Gemeinschaft? Erstmals werden hier verschiedenste Aspekte der Musik, die weltweit und in allen Kulturen von Bedeutung ist, für ein breites Publikum aufbereitet und untersucht. Musiktheorie wird mit konkreten Beispielen verknüpft und anhand archäologischer Funde veranschaulicht. Dabei beschränken sich die Autoren nicht alleine auf Europa, sondern berücksichtigen unterschiedliche Gesellschaften und Kontinente ebenso wie die zeitliche Entwicklung von der Steinzeit, über die Kelten bis zu den Leierfunden des frühen Mittelalters. Die fundierten Texte und das reiche Bildmaterial gewähren einen umfassenden Blick in das spannende Feld der Musikarchäologie.